Buchbeiträge

Supervision im pädagogischen Kontext

Supervision im pädagogischen Kontext

F. David Ketter & Sabine Benczak (Hrsg.)

Shaker, 2016, ISBN 978-3-8440-4878-0
Supervision im pädagogischen Kontext
Supervision im pädagogischen Kontext (pdf)

Die beiden Masterthesen mit den Titeln „dem Glück auf der Spur – über Gelingensbedingungen in der Supervision mit Lehrerinnen und Lehrern“ und „Das ‚Geheimnis‘ von glücklichen Lehrpersonen (und deren Schulkinder!?)“ sind dem pädagogischen Kontext zuordenbar und spannen in einem ersten Schritt den Bogen vom Thema Glück zur Person in der Organisation Schule. Eine Weiterführung dieser beiden Themen erfolgt durch die Darstellung der Arbeitssituation von Lehrerinnen und Lehrern im Österreichischen Schulsystem, die sich im Spannungsfeld zwischen Belastung und Streben nach Glück in mehreren Ebenen bewegt. Neben der Notwendigkeit und der Forderung von Supervisionsangeboten stellt sich die entscheidende Frage, welchen Beitrag Supervision leisten kann, die Arbeitssituation von Lehrerinnen und Lehrern nachhaltig zu verbessern?

Supervision und Schule stehen am Beginn eines gemeinsamen Selbstverständnisses. Aufgrund dieser Tatsache erscheint es besonders wertvoll, den Blick dahingehend zu schärfen, wie Supervision im schulischen Kontext wirkt und welche Auswirkungen beschrieben werden können. Eine empirische Untersuchung, geleitet von Kriterien qualitativer Sozialforschung, zeigt und diskutiert mögliche Antworten. Die kritische Auseinandersetzung endet mit weiterführenden Gedanken am Weg zum glücklichen Paar „Supervision und Schule“.

Lernen erfolgreich gestalten

Lernen erfolgreich gestalten

Mag. Dr. Rudolf Beer, Mag. Dr. Isabella Benischek, Dr. Angela Forstner-Ebhart, Univ. Doz. Mag. Dr. Herbert Schwetz

324 Seiten, A4, s/w, broschiert
ISBN 978-3-7098-1000-2
Bestellnummer: G-810-002
Verlag: BVL - Bildungsverlag Lemberger
€ 19.80
Lernen erfolgreich gestalten

Lernen erfolgreich gestalten – eine Fachbuchreihe der Pädagogik für kompetenzorientiertes Unterrichten. Ein Arbeitsbuch für Studium und Unterricht mit Praxistipps und Hintergrundinformationen!

Von PädagogInnen gestaltet für Studium und Lehre der pädagogischen und didaktischen Fachrichtungen an Universität und Hochschule. Für LehrerInnen aller Schultypen, die ihren Unterricht kompetenzorientiert und lernwirksam gestalten wollen. Von Unterrichtsprofis – für Unterrichtsprofis!

Anforderungen an Unterricht steigen – wer heute unterrichtet, steht vor vielen Fragen: Wie lässt sich kompetenzorientierter Unterricht lernwirksam gestalten? Welchen Kriterien muss kompetenzorientierte Leistungsbeurteilung standhalten? Wie gelingt erfolgreiche Klassenführung?Dieses Buch gibt dazu zahlreiche Antworten. Die Beiträge behandeln eine Fülle von Themen, die bei innovatives und erfolgreiches Unterrichten unterstützen. Modelle und Fakten werden wissenschaftlich begründet und praxisrelevant aufbereitet. Die AutorInnen haben langjährige Unterrichtserfahrungen und sind spezialisiert in ihren Bereichen.

Informative Beiträge, zahlreiche Abbildungen und Literaturquellen, unterstützende Materialien für die Praxis und zahlreiche Arbeitsaufgaben machen das Buch für Lehre und Selbststudium sofort einsatzbereit. Abstracts zu Beginn geben eine kurze Übersicht, Schlüsselbegriffe helfen, die Thematik rasch einzuordnen.

Kapitel 9 ist ein Beitrag von Dr. Beatrix Hauer: 
Auf dem Weg zum Forschenden Lernen im Mathematikunterricht

Theory of Inquiry Learning Arrangements: Research, Reflection, and Implementation

Johannes Reitinger, Christina Haberfellner, Eric Brewster, Martin Kramer (Eds.)

Humans come equipped with a curious and inquiring mind that strives toward free thinking and self-determination. Building on this paradigm and acknowledging its potential for human learning, the present volume points out ways of supporting learning endeavors in a professional, reflective, and conducive manner.

The authors regard the pedagogical construct of self-determined Inquiry Learning as a promising approach. The Theory of Inquiry Learning Arrangements (TILA) concretizes this approach according to the principles of critical multiplism. The theory and its corresponding concepts AuRELIA (Authentic Reflective Exploratory Learning and Interaction Arrangements) and CrEEd (Criteria-based Explorations in Education) are presented in detail, empirically investigated, and underpinned with practical examples. In the current edited volume, self-determined Inquiry Learning is further substantiated, and TILA is presented to the international community of educational scientists and practitioners.

ISBN: 978-3-7376-0144-3 (print) | 978-3-7376-0145-0 (e-book)
DOI: http://dx.medra.org/10.19211/KUP9783737601450
URN: nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0002-401453
2016, kassel university press GmbH, Kassel, Germany
Available at bookstores and at http://upress.uni-kassel.de

The gift of the gab

Games and Activities for the EFL Classroom.

Autor: Markus Wiesinger (2016)

The purpose of this book is to supplement regular EFL- or L2 classes for young and adult learners alike and serve as an addition to coursebooks in order to breathe some life into them and spice them up. It does not replace coursebooks, however, or any long-term or short-term planning on the teacher’s part. The emphasis is on interaction and communication, trying to boost the learners’ confidence and break the ice so as to make them confident users of L2. Above all, it provides learners with a natural incentive to speak and gives them ample leeway to practise and experiment with the target language. The title of the book, The Gift of the Gab, pretty much sums it up and also happens to be the name of one of the activities featured in the book.

Lesen, Verstehen und Lösen von Mathematikaufgaben

Benischek, I., Beer, R., Forstner-Ebhart, A., Schwetz, H. (Hrsg.)

Beinhaltet Beiträge von Hauer, B.(2016). Das Finden von Fragen im Mathematikunterricht nach dem AuRELIA-Konzept und Boxhofer, E. (2016).Von der Erklärskizze zum "concept mapping"

Mit diesem Sammelband soll deutlich werden, welche Anteile die Sprache beim Lesen, Verstehen und Lösen von Aufgaben im Mathematikunterricht hat. Es wurde ein neues Lesemodell entwickelt: (1) Erst das Lesen und Verstehen der Bedeutung von mathematischen Begriffen (z.B. mindestens, höchstens etc.) macht das Lösen von Aufgaben möglich. (2) In weiterer Folge ist das Verstehen spezifischer mathematikgeprägter Sätzen erforderlich. (3) Schlussendlich ist das Verstehen der gesamten Mathematikaufgabe als Ganzes notwendig. (4) Für die Lösung ist dann noch das Dekodieren der mathematischen Leitidee (z.B. indirekte Proportionalität) unbedingt erforderlich.

Der neue entwickelte Mathematikspezifische Lesetests (MLT) für die Schulstufen 3 bis 5 werden von Schwetz, Linhofer & Benischek für die Praxis mit Referenzdaten zur klassenspezifischen Diagnose zur Verfügung gestellt.

Pädagogisch praktische Studien

Boxhofer, E., Donner-Sparlinek, A., Karner, C. und Zehetner, G. (Hrsg.)

Ein Handbuch für die Pädagogisch Praktischen Studien Primarstufe (2016)

In diesem Handbuch für die Pädagogisch-Praktischen Studien (Primarstufe) finden Sie sowohl grundlegende organisatorische Informationen als auch speziell thematisierte Inhalte und Anforderungen.

Der vernetzte Erwerb von Kompetenzen, wie er in den curricularen Prinzipien beschrieben ist, fordert entsprechende Lernsituationen, die sich insbesondere in der Dissemination von theoretischem Wissen in die pädagogisch-praktische Umsetzung manifestieren.

Die Pädagogisch-Praktischen Studien sind Garant für die Bereitstellung dieser Lernsituationen, in denen Studierende die entsprechenden Kompetenzen entwickeln können. Dabei steht das Zusammenspiel von präaktionalen, aktionalen und postaktionalen Settings im Fokus aller pädagogischen Herausforderungen.

Alle Umsetzungsmechanismen berücksichtigen partizipative Handlungsaspekte in den Praxisteams, sind in eine reflexive Kultur eingebettet und betonen den Dialog hinsichtlich der Bedeutsamkeit und Handhabbarkeit der Kompetenzbeschreibungen.

Sammelband: Heterogenität in pädagogischen Handlungsfeldern

Perspektiven. Befunde. Konzeptionelle Ansätze.

Danièle Hollick, Marianne Neißl, Martin Kramer, Johannes Reitinger (Hrsg.)

Heterogenität ist in den letzten zehn Jahren zu einem der zentralen Leitwörter impädagogischen Diskurs lanciert, um auf Differenzen in Lerngruppen hinzuweisen. Als problematisch wird jedoch eine unreflektierte und beliebige Anwendung des Begriffs wahrgenommen, sowie der in den Praxisfeldern beobachtbare dichotome Blick, defizitär vs. idealisierend, auf Heterogenität.

Die inflationäre Anwendung des Heterogenitätsbegriffs wird als Anlass genommen, diesen vor dem Hintergrund verschiedener pädagogischer Praxisfelder, u. a. Knowledge Building, Forschendes Lernen, Werte in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung und Migration, kontextbezogen zu beleuchten und zu diskutieren. Dabei werden Einblicke in Perspektiven, empirische Befunde und konzeptionelle Ansätze gegeben, mit denen eine weiterführende Anknüpfung an eine inklusive Bildungspraxis angeregt werden soll.

Hollywoodpädagogik

Wie Hollywoodfilme das Lernen des Lernens organisieren.

Autor: Thomas Walden

Inwiefern können jugendkulturelle Medienwelten als Schnittstelle für Bildungsprozesse fruchtbar gemacht werden? Triple A Blockbusterfilme werden gemeinhin als profanes Unterhaltungskinos gekennzeichnet, dass einzig und allein dem Zweck dient, seinen Produzenten immense Gewinne an der Kinokasse und über Merchandising-Artikel in die Taschen fließen zu lassen. Dass dies der Fall ist, steht außer Frage. Aber ist das wirklich alles, was sich über diese Filme sagen lässt?

„Hollywoodpädagogik“ stellt sich der Aufgabe, diese Filme näher zu beleuchten. Wieso gelingt es diesen Filmen immer wieder, Menschen zahlreich in die Kinos zu locken? Basiert der Erfolg dieser Filme tatsächlich nur auf ausgefeilten hochbudgetierten Marketingkonzepten? Wieso scheitern dann einige Filme grandios, die ebenfalls über entsprechende Budgets und Marketingkonzepte verfügen?

In diesem Buch wird die These aufgestellt, dass der Erfolg in der Narration und den Identifikationsfiguren dieser Filme liegt. Die Helden dieser Filme sind Lernende und die Narration des Films lässt sich als eine Metadidaktik von Lehr-Lernprozessen lesen. Diese Metadidaktik führt die Zuschauerinnen und Zuschauer so durch die Filme, dass sie dabei selbst zu Lernenden werden und über dies hinaus, zumindest Ahnungen davon entwickeln, was das Lernen des Lernens bedeutet und wie es funktioniert.

Walden, T. (2015). Hollywoodpädagogik. Wie Blockbusterfilme das Lernen des Lernens organisieren. München: kopaed

Achtsamkeit im Mentoringprozess

Autorin: Renate Holzinger (2014)

Achtsamkeit spielt zunehmend eine wichtige Rolle in der Lebensgestaltung, in medizinischen Kontexten und der Psychotherapie. Nun wird ihre Bedeutung auch im pädagogischen Setting erkannt. Dort, wo die pädagogische Beziehungsgestaltung wesentlich ist, wie z.B. im Kontext von Schule, Ausbildung und Mentoring, kann gelebte Achtsamkeit diese Beziehungsprozesse bei allen Beteiligten in eine neue Qualitätsdimension führen. In diesem Buch werden Dimensionen on Achtsamkeit aufgezeigt. Es werden erfahrbare Ebenen bewusst gemacht, auf denen Achtsamkeit im Alltag geübt und in pädagogischen Beziehungen praktiziert werden kann. Schließlich werden Wirkpotentiale gelebter Achtsamkeit im Kontext von Pädagogik und Mentoring veranschaulicht.

Multilingualität in der Gestaltung schulischer Praxis - Potentiale eines innovativen Lehr-Lernarrangements

Autoren: Danièle Hollick & Angela Gastager (2014)

Danièle Hollick und Angela Gastager weisen in ihrem empirischen Beitrag nach, dass ein anerkennender Umgang mit Mehrsprachigkeit eng mit der Lehrerinnen- und Lehrerpersönlichkeit verbunden ist sowie durch strukturelle und institutionelle Homogenisierungsmechanismen im System Schule blockiert wird. Im Rahmen einer Fallstudie werden Potentiale von Mehrsprachigkeit für Schülerinnen und Schüler durch die Gestaltung innovativer Lehr-Lernsettings gezeigt.

Entwicklung didaktischer Kompetenzen durch forschendes Lernen: Der Einsatz des AuRELIA-Konzepts in der Lehrer/-innenbildung

Autorin: Beatrix Hauer (2014)

Hauer, B. (2014). Entwicklung didaktischer Kompetenzen durch forschendes Lernen. Der Einsatz des AuRELIA-Konzeptes in der Lehrer/-innenbildung. Aachen: Shaker-Verlag.

Abstrakt
Die im Shaker-Verlag veröffentlichte Monografie (Dissertationsschrift) von Beatrix Hauer setzt sich mit dem Einsatz eines von Johannes Reitinger (2011) entwickelten Lernarrangements zum selbstbestimmt-forschenden Lernen auseinander. Dazu wird zunächst auf die Lehrer/-innen-Selbstwirksamkeitserwartung (Deci & Ryan 2004), auf den Kompetenzbegriff im Kontext Schule und auf Möglichkeiten des forschenden Lernens (Messner 2009; Reitinger 2013) im Mathematikunterricht, näher eingegangen. Daran anschließend wird das Lernarrangement, das unter dem Akronym AuRELIA (Authentic Reflective Exploratory Learning and Interaction Arrangement) vorgestellt wird, näher erläutert.

Im ersten Teil des Forschungsberichtes wird die Wirksamkeit des im Mathematik- Fachdidaktik-Unterricht vorgestellten und erprobten Lernarrangements hinsichtlich der Lehrer/-innen-Selbstwirksamkeitserwartung, der speziellen Selbstwirksamkeitserwartung zur Durchführung selbstbestimmt-forschender Lernarrangements, der Akzeptanz, der Umsetzungsbereitschaft und der Entwicklung didaktischer Kompetenzen bezüglich der Erfüllung der Bildungs- und Lehraufgaben des Lehrplans für Mathematik gezeigt. Die detaillierten Ergebnisse der quantitativen Untersuchung zu fünf aufgestellten Hypothesen und zwei Forschungsfragen werden im ersten Teil der empirischen Forschung vorgestellt.

Im zweiten Teil der empirischen Forschung wird durch quantitative und qualitative Untersuchungen gezeigt, dass die fünf Hypothesen hinsichtlich der Wirksamkeit des AuRELIA-Konzeptes bestätigt werden konnten. Zusätzlich wird aufgezeigt, welche didaktischen Kompetenzen Studierende durch die Durchführung eines selbstbestimmt- forschenden Lernarrangements im Mathematikunterricht im Rahmen der Schulpraktischen Studien entwickelt haben.

  • Deci, E.L. & Ryan, R.M. (2004). Handbook of Self-Determination Research. Rochester, S. 3 – 36.
  • Messner, R. (Hrsg.) Schule forscht. Ansätze und Methoden zum forschenden Lernern. Hamburg: Körber.
  • Reitinger J. (2011). Das AuRELIA-Konzept. Interessensförderung durch methodisch – strukturierte Öffnung des naturwissenschaftlichen Unterrichts. In: Füchter, A. & Moegling, K. (Hrsg.) Diagnostik und Förderung. Beispiel aus der Unterrichtspraxis. (S. 107 – 120). Kassel: Prolog.
  • Reitinger, J. (2013). Forschendes Lernen. Theorie, Evaluation und Praxis in naturwissenschaftlichen Lernarrangements. Kassel: Prolog. 

Reflexion im pädagogischen Kontext

Herausgeber: Alfred Weinberger (2013)

Das Buch „Reflexion im pädagogischen Kontext“ des Instituts für Forschung und Entwicklung der PH Linz versucht sowohl auf theoretischer als auch auf empirischer Basis eine Antwort auf die Frage zu geben, in welchem Kontext Reflexion und Reflexionsfähigkeit in der Lehrerbildung eine Rolle spielen können.

Herausgeber des Bandes ist Alfred Weinberger, der seit 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Forschung und Entwicklung der Pädagogischen Hochschule Linz tätig ist. Die Beiträge stammen von Johannes Reitinger, dem Leiter des Instituts, Clemens Seyfried, dem ehemaligen Leiter, Alfred Weinberger, Daniele Hollick und Verena Braunstein. Sie alle nähern sich dem zentralen Thema der Reflexion von verschiedenen Gesichtspunkten aus und mit unterschiedlichen Methoden. Selbst entwickelte Modelle und Verfahren, wie das Lernmodell VaKE oder das Aufnahmeverfahren für Studienbewerber und – bewerberinnen DInE werden vorgestellt, Reflexionskompetenz mit Hilfe eines EEGs analysiert, Kriterien forschenden Lernens aufgestellt, informelle Lernkontexte im Rahmen forschender Lernarrangements sowie im Zusammenhang mit Migrationsarbeit untersucht und der Reflexionsbegriff definiert und in einem theoretisch fundierten Kompetenzmodell verortet.

Der Band „Reflexion im pädagogischen Kontext“ ist nur eine von vielen Publikationen, die jährlich erscheinen -  ein deutlicher Beweis der intensiven Forschungstätigkeit des Instituts. Das zeigt, dass das Vorurteil, an Pädagogischen Hochschulen werde kaum geforscht, sondern nur gelehrt, mittlerweile überholt ist.

(Kurzrezension: Iris Wahlmüller)

Informelles Lernen von Lehrerinnen und Lehrern im Kontext Schule und Migration

Eine explorative Studie über Subjektive Theorien von Lehrerinnen und Lehrern

Danièle Hollick (2013)

In der wissenschaftlichen Literatur und auf bildungspolitischer Ebene wird pädagogisches Handeln im Zusammenhang mit soziokultureller und migrationsbedingter Heterogenität schulischer Akteurinnen und Akteuren diskutiert. Auffällig ist, dass dabei zum einen Erwartungen an kompetentes Handeln im Kontext schulischer Migrationsarbeit mit biographischen Erfahrungen v.a. von Lehrerinnen und Lehrern mit Migrationshintergrund und zum weiteren pädagogisches Handeln in interkulturellen Settings mit dem persönlichen Engagement einzelner Pädagoginnen und Pädagogen verbunden werden. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass Kompetenzen im Kontext Schule und Migration zu einem beachtlichen Teil im informellen Bereich erworben und entwickelt werden. Dieses Potential bleibt im Rahmen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung sowie am Arbeitsplatz Schule jedoch noch weitgehend unberücksichtigt. Diese Studie bietet Einblicke in die subjektiven Theorien von Lehrerinnen und Lehrer mit und ohne Migrationshintergrund über pädagogische Kompetenzentwicklung im Kontext migrationsbedingter und soziokultureller Heterogenität. Angesichts der gegenwärtigen Entwicklung von Schule u.a. in Richtung Teamarbeit von Lehrerinnen und Lehrern kann für informelles Lernen ein bedeutungsvolles Potential pädagogischer Kompetenzentwicklung u.a. am Arbeitsplatz Schule festgestellt werden.

Forschendes Lernen

Reitinger, J. (2013)

Theorie, Evaluation und Praxis.

Hinsichtlich einer solchen Perspektive erscheint dem Autor das pädagogische Konstrukt des selbstbestimmungsorientierten Forschenden Lernens als ein vielversprechender Ansatz. Anhand seiner Theorie Forschender Lernarrangements konkretisiert er diesen Ansatz nach den Prinzipien der Handlungsfeldorientierung und Evidenzbasierung. Der Praxistransfer erfolgt über personalisierte Konzepte Forschenden Lernens, die in diesem Band ausführlich dargestellt werden. In einem eigenen Kapitel zeigen Ergebnisse der Konzeptevaluierung zusätzlich verschiedene Dimensionen der Wirksamkeit dieser Konzepte auf. Anhand etlicher Beispiele – sowohl aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe I als auch der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung – wird exemplarisch veranschaulicht, wie Selbstbestimmung, Reflexion und authentische Exploration den Unterricht bereichern können.

Das Konzept des selbstbestimmungsorientierten Forschenden Lernens ist nun mit dieser vorgelegten Monografie theoretisch, empirisch und praktisch abgesichert und steht zum Transfer in die verschiedenen schulpädagogischen Fachrichtungen sowie das fächerübergreifende Lernen zur Verfügung.

E-Portfolios als Instrument zur Professionalisierung in der Lehrer- und Lehrerinnenausbildung

Klampfer, A. (2013)

E-Portfolios haben in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit in der aktuellen pädagogischen Fachdiskussion erfahren und können als einer der wesentlichen Trends bezeichnet werden. Mit der Bologna-konformen Überarbeitung der Lehrpläne an Hochschulen und Universitäten und der Ausrichtung der Studien an Kompetenzen (Outcome- statt Input-Orientierung) bzw. Lernerzentrierung haben immer mehr E-Portfolios den Eingang in die Curricula verschiedenster Aus- und Weiterbildungsstudien gefunden. Dieses Buch beschreibt die Arbeit mit E-Portfolios in der schulpraktischen Hochschulausbildung von Lehrerinnen und Lehrern mit dem Ziel, motivationale und technologische Faktoren der Nutzung von E-Portfolios durch Studierende zu bewerten und E-Portfolios sowohl als Werkzeug als auch als Methode in der Pädagogen- und Pädagoginnenbildung weiterzuentwickeln. Auf Grundlage einer quantitativen hypothesenbasierenden Untersuchung werden Antworten auf folgende Fragen gegeben: · Wie wird E-Portfolio-Arbeit — u.a. hinsichtlich Einstellung, Nutzen, Relevanz, technischer Bedienung, Motivation und Akzeptanz — durch Studierende eingeschätzt? · Wovon ist die Akzeptanz der Arbeit mit E-Portfolios bzw. die Motivation für die E-Portfolio-Arbeit abhängig? · Gibt es Unterschiede, wenn die Studierenden Feedback für ihre E-Portfolio-Arbeit bzw. ihre personale Entwicklung nur am Ende eines Semesters bekommen oder wenn eine laufende Bewertung der Beiträge erfolgt?

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