Attribuierungstendenzen bei Schüler/-innen mit unterschiedlichen Erstsprachen am Beispiel des Faches Mathematik
Projektleiterin
Hollick, Daniele (holld@ph-linz.at)
Mitarbeiter
Seyfried, Clemens (sec@ph-linz.at)
durchführende Institutionen
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (4020 Linz)
finanzierende Institutionen
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (4020 Linz)
Beginnjahr Projekt
2009
Abschlussjahr Projekt
2011
Abstrakt
Der Unterricht mit migrationsbedingt heterogenen Lerngruppen und Klassen gehört zum schulischen Alltag der Lehrerinnen und Lehrer. Im Rahmen einer Schülerinnen- und Schülerbefragung wird der Frage nachgegangen, ob und inwieweit Migrationshintergrund Einfluss auf die Ursachenzuschreibung von Lernerfolg bzw. Lernmisserfolg hat. Bezogen auf das Heterogenitätskriterium „Migrationshintergrund“ wird bei dieser Untersuchung der Fokus auf die Erstsprache gerichtet.
Ausgegangen wird in diesem Zusammenhang von der Theorie der Leistungsmotivation nach Weiner (1984, 1994), bei der es um wahrgenommene Ursachen von Erfolg und Misserfolg geht. Die Ursachenzuschreibung eigener Verhaltenskonsequenzen wird als ein dreidimensionales Konzept mit Lokation, Stabilität (Dauer einer Ursache) und Kontrollierbarkeit beschrieben. Das Ausmaß der Kontrollierbarkeit (Annahme des Einzelnen über die Ursache von Handlungen) wird dabei in internale (Menschen beziehen Konsequenzen auf das eigene Handeln) und externale (eigenes Handeln und die
Konsequenzen werden nicht im Zusammenhang wahrgenommen) Ursachenzuschreibung kategorisiert
Erhebungstechniken und Auswahlverfahren
Dem im Projekt entwickelten Fragebogen liegt das Attribuierungskonzept nach Weiner (1984) zugrunde, wobei für die Dimensionen Lokation, Stabilität und Kontrollierbarkeit Items in Form von Statements formuliert werden, die von den Schülerinnen und Schülern auf einer Ratingskala bewertet werden. Die Auswahl der Schulen erfolgte nach dem Kriterium der Diversität
Angaben zur Methode
Den Fragebogen erhalten Schülerinnen und Schüler der 2., 3. und 4. Hauptschulklassen im Fach Mathematik, verglichen werden Schüler/-innen mit und ohne Migrationshintergrund, wobei als migrationskennzeichnendes Merkmal die Erstsprache definiert wird. Als weitere unabhängige Variable werden die Zugehörigkeit zu den unterschiedlichen Leistungsgruppen herangezogen. Ausgewertet werden die Daten varianzanalytisch hinsichtlich signifikanter Unterschiede.
Ergebnisse und Zwischenergebnisse
Erste Zwischenergebnisse werden bis Ende des Wintersemesters 2011 ausgearbeitet.

Forschungsprojekte
VaKE I
Kooperationsprojekte





