Evaluierungsstudie: Kriteriengeleitete Individualisierung des Leselernprozesses
Projektleiterin
Vogl, Ute (ute.vogl@ph-linz.at)
Projektmitarbeiter/-innen
Seyfried, Clemens (sec@ph-linz.at)
Kühr, Brigitte (brigitte.kuehr
spzlinzland.at)
durchführende Institution
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (4020 Linz)
Beginnjahr
2009
Abschlussjahr
2011
Abstrakt
Das im Projekt zu evaluierende Konzept der „Kriteriengeleiteten Individualisierung des Leselernprozesses“ nach Pitzer/ Kühr setzt schon früh im Leselernprozess entscheidende Schritte zur Förderung. Bereits nach dem Erlernen der ersten acht Buchstaben werden die Lesestrategien der Schülerinnen und Schüler mittels den eigens dafür erstellten Materialien erhoben und es können so differenzierte entwicklungsorientierte und individualisierte Lernangebote im Unterricht gesetzt werden. So wird exakt am aktuellen Leseleistungsstand des jeweiligen Kindes angeknüpft.
Ziel der „Kriteriengeleiteten Individualisierung des Leselernprozesses“ ist eine frühzeitige, zielgerichtete und schülerInnenorientierte Unterstützung des jeweiligen Leselernprozesses durch Individualisierung der unterrichtlichen Maßnahmen.
Im Zentrum der Studie steht die Evaluation der „Kriteriengeleiteten Individualisierung des Leselernprozesses“ mit Hilfe des Salzburger Lesetests (Landerl, Wimmer u. Moser, 1997) am Ende der zweiten Schulstufe. Dabei wird folgenden Fragestellungen nachgegangen:
· Weisen jene Schüler/-innen, deren Leselernprozess mit KIL unterstützt wird bessere Leseleistungen auf als Schüler/-innen, deren Leselernprozess nicht mit KIL unterstützt wird?
· Zeigen jene Lehrer/-innen, die mit KIL arbeiten mehr Fachkenntnisse in Bezug auf den Leselernprozess als Lehrer/-innen, die nicht mit KIL arbeiten?
Erhebungstechniken und Auswahlverfahren
Entsprechend dem Lehrplan der Volksschule wurde am Ende der zweiten Schulstufe die Lesekompetenz mit Hilfe des Salzburger Lesetests erhoben. Die Stichprobe setzte sich zusammen aus 192 Schüler/-innen, die zuvor nach KIL gefördert wurden und 159 Schüler-/innen, die diese Förderung nicht hatten. Die Auswahl der Gruppen basierte auf Zuordnung von Schulbezirken, in denen die Leselernmethode KIL eingesetzt bzw. nicht eingesetzt wurde.
Angaben zur Methode
Die Querschnittstudie ist durch die quasiexperimentellen Bedingungen gekennzeichnet. Der Lesetest ist erst am Ende der zweiten Schulstufe möglich. Eine Randomisierung der beiden Gruppen vor dem Einsatz der Methode ist nicht möglich. Im Salzburger Lesetest wurde die Leseleistunb bezüglich "Wortlesen" und "Pseudowortlesen" überprüft.
Ergebnisse und Zwischenergebnisse
Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass es keine signifikanten Unterschiede in den Leseleistungen Wortlesen und Pseudowortlesen von Schüler/-innen mit oder ohne KIL gibt. Feststellen lässt sich lediglich die leichte Tendenz, dass KIL besonders die Leseleistung Wortlesen von Schüler/-innen mit schlechter Leseleistung unterstützt und dass KIL die Leseleistung Pseudowortlesen von Schüler/-innen mit eher guter Leseleistung unterstützt.

Forschungsprojekte
VaKE I
Kooperationsprojekte





