Informelle Lernkontexte von Lehrer/-innen im Zeichen von Schule und Migration
Projektleiterin
Hollick, Daniele
durchführende Institution
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (4020 Linz)
Beginnjahr Projekt
2009
Abschlussjahr Projekt
1012
Abstrakt
Soziokulturelle und migrationsbedingte Heterogenität in Schule kann als ein Selbstverständnis des schulischen Alltags definiert werden, womit Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrer geknüpft sind, die nicht auf didaktik-methodische Unterrichtsvorbereitungen beschränkt sind, sondern als Herausforderung im Zusammenhang mit der Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen betrachtet wird. Im wissenschaftlichen Diskurs wird zwischen unterschiedlichen Konzepten interkultureller Pädagogik differenziert (Auernheimer 2003, Mecheril 2004, Nohl 2006, Roth 2002, Prengel 2006), wobei der Begriff „Interkulturalität“ selbst in seiner Ver- und Anwendung uneindeutig ist, obwohl er als Kategorie vor allem im Bildungsbereich hohe Anerkennung gefunden hat (Hamburger 2009, S. 127).
Im Rahmen dieses Projektes wird von der Annahme ausgegangen, dass Lernprozesse zu einem beachtlichen Teil außerhalb von Bildungsinstitutionen stattfinden (vgl. Overwien 2009, S. 15), aber auch informell am Arbeitsplatz (vgl. Molzberger&Overwien 2004) ablaufen.
Zentrales Ziel dieses Vorhabens ist es, empirische Kenntnisse zu informellen Lernkontexten von Lehrerinnen und Lehrer im Zusammenhang mit dem Umgang mit migrationsbedingter und soziokultureller Heterogenität im Praxisfeld Schule zu gewinnen.
Erhebungstechniken und Auswahlverfahren
Die Datenerhebung erfolgt mittels qualitativer Interviews. Es werden Lehrerinnen und Lehrer von solchen Schulen befragt, die dem Diversitätskriterium entsprechen. Die Stichproben umfassen sowohl Lehrerinnen und Lehrer ohne bzw. mit Migrationshintergrund.
Die durch narrative Interviews (Flick 2009) erhobenen Daten werden mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2007) induktiv ausgewertet.
Publikationen
Auernheimer, G. (2003). Einführung in die Interkulturelle Pädagogik. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
Flick, U. (2009). Qualitative Sozialforschung. Eine Einführung. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
Mecheril, P. (2004): Einführung in die Migrationspädagogik. Weinheim und Basel: Beltz.
Nohl, A. (2006). Konzepte interkultureller Pädagogik. Eine systematische Einführung. Bad Heilbrunn: Klinhardt.
Mayring, Ph. (2007). Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. Beltz.Molzberger, G. & Overwien, B. (2004). Studien und empirische Untersuchungen zum informellen Lernen. In. Hungerland, B. & Overwien, B. (Hrsg.). Kompetenzentwicklung im Wandel. Auf dem Weg zu einer informellen Lernkultur? S. 69 – 85. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.
Overwien, B. (2009). Reflections on Results of Canadian Studies and German Perspektives on Work - related Lerning. In. Wall. Lifelong, lifewide: Exploring Learning in Paid and Unpaid Work. Survey Findings from the Canadian Research Network on the Changing Nature of Work and Lifelong Learning. 391 – 400. Canada.
Prengel, A. (2006). Pädagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in Interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.
Roth, H.- J. (2002). Kultur und Kommunikation. Systematische und theoriegeschichtliche Umrisse Interkultureller Pädagogik. Opladen: Leske + Budrich.

Forschungsprojekte
VaKE I
Kooperationsprojekte





