VaKE (Values and Knowledge Education): Angewendete Theorien
Projektleiter
Patry, Jean-Luc (Universität Salzburg)
Mitarbeiter/innen
Weinberger, Alfred (PH Diözese Linz, wea@ph-linz.at)
Nussbaumer, Martina (Universität Salzburg, martina.nussbaumer@sbg.ac.at)
Weyringer, Sieglinde (Universität Salzburg, sieglinde.weyringer@sbg.ac.at)
Durchführende Institutionen
Institut für Erziehungswissenschaften <Salzburg> (5020 Salzburg)
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (4020 Linz)
Pädagogische Hochschule <Salzburg> (5020 Salzburg)
übergeordnete Institutionen (zB. Universität zu einem Institut, Dachverband)
Universität <Salzburg> (5020 Salzburg)
finanzierende Institutionen Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (1090 Wien)
Beginnjahr Projekt
2010
Abschlussjahr Projekt
2013
Abstrakt
Das übergeordnete Ziel des Projektes ist nachzuweisen, dass es möglich ist, Werterziehung und Wissenserwerb zu kombinieren. Untersucht wird das konstruktivistische Unterrichtsmodell VaKE (Values and Knowledge Education), das auf der Theorie von Lawrence Kohlberg (z.B. 1981, 1984) und Ernst von Glasersfeld (1981) basiert. Untergeordnete Ziele sind: 1) Integration neuer Theorien, 2) Verbesserung der praktischen Prinzipien (Entwicklung eines e-learning tools: VaKE Online Portal), 3) Entwicklung eines Lehrertrainings, 4) Implementation von VaKE in verschiedenen Settings und Evaluation der Maßnahmen, 5) Dissemination und Erforschung der entwickelten praktischen Prinzipien.
Die Hypothesen lauten:
- Das VaKE Online Portal wirkt sich positiv auf die Motivation der teilnehmenden Personen aus, VaKE anzuwenden. In diesem Kontext werden Fragen untersucht wie "Wie verwenden die Lehrerinnen das VaKE Online Portal?"
- Lehrertraining und Implementationsstrategien verändern das Lehrverhalten hinsichtlich Verantwortungsabgabe an die Lernenden.
- Lerner, welche einen VaKE-Online-Kurs besucht haben, konstruieren anwendbareres Wissen als Lerner, die einen prototpischen VaKE-Kurs besucht haben. Der Wissenserwerb ist nachhaltig.
- VaKE verbessert die Fähigkeit moralische Entscheidungen zu treffen.
- Das konstruierte Wissen ist stark mit dem Dilemma verankert.
Erhebungstechniken und Auswahlverfahren
Folgende Instrumente werden eingesetzt:
1) LUM (Lektions-Unterbrechungs-Methode; Patry 1997) zur Evaluierung von Prozessvariablen (z.B. Direktivität/Lenkung, Betroffenheit)
2) WALK ("W"-Assessment of latent knowledge; Patry 2001), Mind maps, Portfolios und Inhaltsanalyse von Aufsätzen zur Evaluierung des konstruierten Wissens
3) Potter Box (Potter 1972) zur Festellung der moralischen Kompetenz
Die Stichprobe besteht aus regulären Schulklassen, Studierenden der Pädagogischen Hochschulen und Lehrerinnen und Lehrern verschiedener SChultypen und Schulstufen, die sich bereit erklären, an der Untersuchung teilzunehmen.
Angaben zur Methode
Das Untersuchungsdesign ist ein Cross over Design mit multipler baseline. Jede teilnehmende Klasse ist sowohl Experimentalgruppe (VaKE mit E-Learning) als auch Kontrollgruppe (VaKE traditionell).
Publikationen
Patry, J.-L. 1997: The lesson interruption method in assessing situation-specific behavior in classrooms. Psychological Reports, 81, 272-274.
Kohlberg, L. 1981: Essays on Moral Development. Vol. 1: The Philosophy of Moral Development. Moral Stages and the Idea of Justice. San Francisco: Harper
Kohlberg, L. 1984: Essays on moral development, Vol. 2: The psychology of moral development. San Francisco: Harper
Glasersfeld, E. von 1981: Die Begriffe der Anpassung und Viabilität in einer radikal konstruktivistischen Erkenntnistheorie. In: Glasersfeld, E. von (ed.) 1987: Wissen, Sprache und Wirklichkeit. Braunschweig: Vieweg, 137-143.
Patry, J-L. (2001). WALK: A Summative Assessment of Constructivist Teaching. Salzburger Beiträge zur Erziehungswissenschaft. Salzburg: Department of Education of the University of Salzburg, Jg.5, Nr.2, 2001

Forschungsprojekte
Kooperationsprojekte
VaKE II





