Versuche im Aloisianum
Anfang November ging unsere Klasse ins Aloisianum zu Physik‑ und Chemie-Versuchen. Dort schlug ich Pampers Windeln in einem Plastiksack auf den Tisch. Sie platzten auf und die Füllung quoll heraus. Ich gab die kleinen weißen Flankerl in ein Becherglas, dann goss ich etwas Wasser dazu und rührte mit einem Glasstab um. Das Wasser wurde aufgesaugt und als ich das Becherglas in den Händen hielt, fühlte es sich ganz warm an. Die Lehrerin sagte: "Jetzt weißt du, warum es in der Werbung heißt, dass die Babys nie im Nassen und Kalten liegen." Als nächstes schaute ich mir den Versuch mit der Kerze an, die wir in einem Glasgefäß anzündeten. Wurde das Gefäß zugedeckt, verlosch die Kerze, wenn der Sauerstoff verbrannt war. Wir wollten erreichen, dass die Kerze ohne Deckel ausging. Die Schüler legten eine Brausetablette in eine Plastikröhre, gaben Wasser dazu und spannten einen Luftballon darüber. Währendessen zündeten wir die Kerze im Glas wieder an. Wir sahen zu, wie sich die Brausetablette sprudelnd im Wasser auflöste und der Luftballon immer dicker wurde. Als er fast platze, nahmen die Schüler den Luftballon, hielten ihn zur Kerze hin und ließen das eingefangene Gas ausströmen. Die Kerzenflamme ging aus. Das Experiment war gelungen! "Kohlendioxid ist schwerer als Luft", erklärte der Schüler, "es sinkt nach unten, verdrängt den Sauerstoff und die Flamme geht aus." Besonders interessant fand ich auch, als wir zeigten, dass schwarze Filzstiftfarbe eigentlich aus vielen verschiedenen Farben besteht. Wir malten einen schwarzen Filzstiftpunkt auf ein feuchtes, rundes Filterpapier. Wir beobachteten, wie sich der Fleck ausbreitete und sich dabei in heIllila, dunkellila, rötliche, braune und bläuliche Kreise zerlegte, weil die einzelnen Farben unterschiedlich schnell zum Rand wanderten. Genauso konnten wir das auch mit einem Stück feuchter Kreide machen. In dieser stiegen die Farben nach oben und erzeugten bunte Schichten. Als alle alles ausprobiert hatten, machte der Direktor noch eine Führung. Wir bekamen auch Informationsmaterial, dann verabschiedeten wir uns vom Direktor und wanderten zur Schule hinunter. So ein spannender Vormittag macht mir Spaß.
Sophie Blasl, 4a

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