Religionslehrer/-in werden

Was werden, wo´s ums Leben geht!

Lehramtsstudium Religion Startbild

„Religion(en) kennen – Spiritualität entwickeln – Beziehungen leben lernen“ – unter diesem Motto stehen die neuen Curricula für die Lehramtsstudien Katholische Religion für Primar- und Sekundarstufe. 

Die neuen Studiengänge bieten die Möglichkeit, sich fundiertes Wissen über den christlichen Glauben und die in Europa kulturtragende Bedeutung des Christentums anzueignen. In der Auseinandersetzung mit Werten und Traditionen anderer Religionen werden Kompetenzen im interkulturell-interreligiösen Dialog erworben. In den neuen Studiengängen geht es um die Verknüpfung lebensrelevanten theologischen Fachwissens mit religionspädagogischen und religionsdidaktischen Kenntnissen. Bezugnehmend auf spirituelle Traditionen des Christentums sowie auf eine Pädagogik der Achtsamkeit ermöglichen die neuen religionspädagogischen Studiengänge eine Einübung in geerdete und weltoffene Formen spiritueller Verbundenheit, welche zu einer wertschätzenden Haltung allem Lebendigen gegenüber führen.

Religion(en) kennen

Religion(en) kennen

Unsere Welt ist nur scheinbar religionslos. Das Christentum hat die europäische Kultur tief geprägt. Auch moderne Ideen wie Toleranz, Gewaltfreiheit, Demokratie oder Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit aller Menschen sind auf diesem geistigen Boden gewachsen. Jüdisch-christliche Bilder wie der Sieg des schwachen David über den riesenhaften Muskelprotz Goliat sind wirksame Symbole, sie spiegeln sich auch in nichtreligiöser Kunst. Die Hoffnung auf Erlösung der leidenden Menschen, auf letztliche Gerechtigkeit und Vergebung, auf einen Sinn des Lebens kommt aus dem Horizont des Christentums. In unserer globalisierten Welt wollen wir Werte und Bilder, die aus Islam, Judentum, Buddhismus, Hinduismus und anderen Traditionen stammen, ebenso ernst nehmen und Wissen darüber erwerben. Für einen lebensfördernden Unterricht mit Kindern und Jugendlichen, für die Umsetzung menschlicher Grundwerte in der Zukunft wird das von großer Bedeutung sein.

Spiritualität entwickeln

Spiritualität

Der Mensch lebt nicht allein vom Brot, auch nicht allein von seinem Bankkonto. Viele Menschen spüren: Der platte Materialismus, das immer mehr Haben macht nicht wirklich satt und zerstört die Umwelt. Die Suche nach Spiritualität, nach Vertiefung, nach dem echten, authentischen und wahrhaften Leben und Erleben wächst. In unserem Studienschwerpunkt gehen wir auf die Suche nach fundierten, tragfähigen spirituellen Wegen. Persönlichen Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach dem Tod, nach unseren Beziehungen zueinander und zum Göttlichen wird in diesem Studium nachgegangen. Grundlage dafür bieten u.a. biblische und theologische Zugänge.  Gemeinsam suchen wir nach Wegen, wie mit Kindern und Jugendlichen Spiritualitätsbildung lebendig und lebensnah gelingen kann, damit für Schüler/-innen und Lehrer/-innen Spiritualität zu einer echten und hilfreichen Lebensquelle werden kann. 

Beziehungen leben lernen

Kinderhände

Wir sehnen uns nach guten, gelingenden menschlichen Beziehungen. Unser Leben führt uns auch aber durch Widersprüche und Konflikte, an denen wir scheitern können. In unserem Studienschwerpunkt stellen wir Fragen nach den kommunikativen Bedingungen für gelingendes Zusammenleben und geglücktes Dasein: als Ich mit dem Du hin zu einer tragenden Gemeinschaft. Es geht um verantwortungsvolles Handeln, um das Durchschauen gesellschaftlicher Machtstrukturen, um Ethik, Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Gutes Handeln und Leben in gelingenden Beziehungen führt auch zu unserem eigenen Glücklich-Sein. Es kann in der gleichzeitigen Achtsamkeit für mich selbst, für meine Mitmenschen – letztlich für die Gesamtmenschheit – und für die Schöpfung / Ökologie sowie in der spirituellen Verbindung mit dem Göttlichen gefunden werden.

Statements von Studierenden

Elisabeth

Elisabeth Schwaiger

Religionslehrer/-in-Sein ist für mich der ideale Beruf, welcher theologisches Fachwissen mit pädagogischem Feingefühl und Kreativität verbindet. 

Religionslehrer/-in-Sein bedeutet für mich auch, der Berufung zu folgen, persönliche Glaubens- und Lebenserfahrungen weiterzugeben und jene im Rahmen des Religionsunterrichtes zu ermöglichen versuchen (Elisabeth Schwaiger).

Lisa

Lisa Grillnberger

Warum ich Religionslehrerin werden will? Die bessere Frage ist wohl: Warum nicht?! Was gibt es Schöneres, als sich mit Kindern und Jugendlichen über den Sinn und den Wert des Lebens zu unterhalten, biblische Geschichte zu erzählen und deren Inhalt zu diskutieren sowie gleichzeitig christliche Werte, wie Nächstenliebe, zu vermitteln!

Nicht nur du bist es, die/der den Schülerinnen und Schülern etwas lehrt, nein: Ihr profitiert voneinander, indem ihr durch Gespräche und Diskussionen gegenseitig euren Horizont erweitert und euch alle ein Stück auf eurem Glaubensweg begleitet (Lisa-Marie Grillnberger).

César

Cesar Cardenas Lara

Ich möchte, dass die Kinder durch meinen Religionsunterricht Gott in ihrem Alltag erfahren, dass sie die Möglichkeit erhalten, die Welt in ihrer Vielfalt zu erkennen und dass sie versuchen, diese Welt mit Respekt, Achtsamkeit und Toleranz zu erfüllen.

Die fachlichen Vorbereitungen und die Persönlichkeitsbildung durch die pädagogische Hochschule der Diözese Linz sind für mich wichtige Bausteine zu einem guten Religionslehrer (César Cárdenas Lara).