Pädagogisch Praktische Studien

"Das Studium befähigt die Studierenden zu eigenverantwortlicher Planung, Organisation und Reflexion von Lehr- und Lernprozessen für den römisch-katholischen Religionsunterricht an Volksschulen, Hauptschulen und Polytechnischen Schulen, zur Übernehme schulischer Erziehungsverantwortung, zur Ausübung ihrer Beurteilungs- und Beratungsaufgaben, zur sensiblen Wahrnehmung der Lebenswelten der Schüler/-innen, zur professionellen Mitgestaltung von Schulentwicklung sowie zur forschenden Weiterentwicklung eigener Unterrichtspraxis.“ (Curriculum 2008)

Im Zentrum steht die persönliche, berufliche Entwicklung der/des Studierenden. In der Schulpraxis soll die Verknüpfung von theoretischem und praktischem Wissen bewusst und exemplarisch erprobt werden. Dies kann durch theoretische und fachdidaktische Auseinandersetzung, schüler- und schülerinnenorientiertes Praxishandeln und durch Praxisreflexion ermöglicht werden.

Eine Balance zwischen Fachberatung und individueller selbstbestimmter Entwicklung der eigenständigen Lehrerpersönlichkeit soll durch Begleitung und Beratung gewährleistet sein.

Statements einiger unserer Praxislehrerinnen

Claudia Auinger

Auinger Claudia

Religionslehrerin der Adalbert Stifter Praxisvolksschule

Als ich meine Schüler/-innen heuer zum Schulschluss in der Volksschule fragte, was sie aus dem Religionsunterricht für ihr Leben gelernt haben, kamen z.B. folgende Antworten von ihnen:

 „Die Verbindung zu Gott und Jesus ist für mich wichtig.“

 „Durch die Versöhnungsfeier habe ich gelernt, mein Herz bei Gott auszuschütten und dann geht es mir wieder besser, das Leben ist wieder leichter, ich bin frei.“

„Durch die Religionsstunde ist unsere Klassengemeinschaft gestärkt worden.“

„In Religion habe ich erfahren, wie „richtiges“ Verzeihen und Versöhnen geht. Das hilft mir nun im Leben bei meinen Freunden.“

Diese Überlegungen der Kinder zeigen mir selber, wie wichtig der Religionsunterricht ist und wie prägend für das Leben der Kinder. Ich bin dankbar und stolz, dass ich die Kinder darin begleiten kann und darf.

Claudia Freudenthaler

Freudenthaler Claudia

Religionslehrerin der Adalbert Stifter Praxisvolksschule

„Durch Religion versteht man Sachen, die man früher nicht gesehen hätte.“
„Das Leben ist mit Religion leichter.“
„Religion hilft, dass man weiterkommt im Leben.“
„Ich habe gelernt, mich zu versöhnen.“
„Religion hilft bei Traurigkeit, Wut und Angst.“
„Ich spüre mehr Verbindung zu Gott.“
„Man spürt, dass man miteinander verbunden ist.“

Diese und noch andere Antworten gaben meine Schüler/-innen der Volksschule auf die Frage hin, ob und was denn Religion mit ihrem Leben zu tun habe.

Im Religionsunterricht ist genügend Zeit und Möglichkeit, Kinder ein Stück weit in ihrem Leben zu begleiten, auf sie einzugehen, ihre Fragen wahr- und ernst zu nehmen und sie auf ihrer spirituellen Suche zu unterstützen. Geschichten, Lieder, Gebete und Gespräche helfen dabei.

Das macht diesen Beruf immer wieder spannend, bereichernd und erfüllend; nicht nur für die Kinder.

Mag. Maria Gebauer

Gebauer Maria

Religionslehrerin an der Adalbert Stifter Praxismittelschule

Als Religionslehrerin möchte ich …

… Schüler/-innen zur Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen des Lebens einladen und mit ihnen nach Antwortmöglichkeiten aus dem Glauben suchen.

… die religiöse Dimension im Schulalltag wachhalten.

… als Lehrerin erlebt werden, die aus einem christlichen Welt- und Menschenverständnis heraus ihr Leben gestaltet.

… meinen Unterricht so gestalten, dass viele Facetten des Lebens darin Platz haben und zur Sprache kommen dürfe. 

Mag. Maria Höglinger, Bed

Höglinger Maria

Religionslehrerin an der Adalbert Stifter Praxismittelschule

"Meinen Beruf als Religionslehrerin sehe ich als Berufung: ich begleite junge Menschen, die auf der Suche sind - auf der Suche nach sich selbst, ihrem Glauben und nach ihrem Platz im Leben.

Gerade in der heutigen Zeit sehe ich es als wichtige Kompetenz, aus verschiedenen Blickwinkeln und mit unterschiedlichen Meinungen diskutieren zu können.

Werte, Sinn des Lebens, Gemeinschaft, Gott, Gewissen, Religionskriege, Tod....

In welchem anderen Fach als im Religionsunterricht kann auf all diese Themen ausführlich und ohne Druck eingegangen werden?

Wissenserwerb ist wichtig – aber genauso wichtig ist die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, der eigenen Ansichten und des persönlichen Glaubens. Auch das ist Schule und ich bin dankbar, ein Stück dazu beitragen zu dürfen!“

Rosa Zölss

Zölss Rosa

Religionslehrerin der Adalbert Stifter Praxisvolksschule

Was meine Schüler/-innen zum Religionsunterricht sagen? Hier ein paar Antworten und Situationen aus dem letzten Schuljahr, die mir in Erinnerung geblieben sind:

„Religion ist wichtig. Mathematik ist nicht so wichtig, da lernen wir ja nur das 1x1. Aber Religion ist wichtig, denn da lernen wir von Jesus und von Gott und wir bereiten uns auf die Erstkommunion vor.“ - Diskussion der Buben in meiner 2.a Klasse im Herbst vergangenen Jahres.

„Religion zeigt mir, wie ich friedlich mit anderen leben kann.“

„Religion ist wichtig, dass man gut leben kann.“

„Religion hilft mir, wieder fröhlich zu sein, wenn etwas Schlimmes passiert ist.“

„Religion hilft mir, Menschen mit anderen Kulturen kennen zu lernen.“  - nach der Begegnung mit Flüchtlingen in unserer Pfarre

„Ohne Religion wäre das Leben fad.“   - Äußerung eines Kindes, nachdem wir die kirchlichen Festtage im Jahr im Kalender gesucht haben.

Unterrichtspraktikum einmal anders

Christiane Bubacz absolvierte ihre Schulpraxis im Wintersemester 16/17 an der Isaak Emil Lichtigfeld Schule in Frankfurt, einer jüdischen Ganztagsschule, die sich u.a. dem Trialog der Kulturen (Judentum, Christentum, Islam) widmet. In der Sekundarstufe 1 hatte Christiane B. die Möglichkeit 4 Stunden zu zwei unterschiedlichen Themen zu halten. Am dritten Unterrichtstag nahm sie teil am jüdischen Sozialprojekt Mizvah Day. Die Schüler führten einen ganzen Vormittag soziale Dienste für andere aus. Frau Schönfels-Amar hat ihr Praktikum wunderbar begleitet und in beiden ist einmal mehr die Erkenntnis gewachsen: Glaube hat immer da eine Zukunft, wo er im Dialog gelebt und gemeinsam gearbeitet wird. 

Christiane Bubacz
SchülerInnen der Isaak Emil Lichtigfeld Schule, Frankfurt