Masterlehrgang: Gewaltprävention und Mediation

Masterlehrgang: Gewaltprävention und Mediation

Master of Arts

Lehrgangsleitung: Mag. Beatrix Unger, Mag. Anna Fellinger (anna.fellinger@ph-linz.at)

Studienbeginn: WS 2017/18 

Studiendauer: 6 Semester berufsbegleitend

ECTS-Punkte: 120 ECTS

Abschluss: Master of Arts

Zielgruppe: Personen, die in sozialen und wirtschaftlichen Berufen arbeiten sowie an Lehrer/-innen aus allen Schularten.


Anmeldung
Ich habe Interesse am Masterstudium "Gewaltprävention und Mediation".

Weitere Lehrgangsinformationen:

Die erfolgreiche Absolvierung dieses Masterlehrgangs berechtigt die Absolventinnen/Absolventen, nach  Nachweis der gesetzlich erforderlichen Praxiserfahrungen die Aufnahme in die Mediatorenliste des BM für Justiz zu beantragen.

Das Studium entwickelt und fördert die Kompetenz, im pädagogischen und sozialen Kontext mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aktive Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung zu reflektieren, anzuwenden und andere dazu anzuleiten sowie diese Inhalte auch zu lehren. 
Die Absolventen/-innen erreichen die Kompetenz, in unterschiedlichen Settings gezielte Interventionen zur Gewaltprävention zu setzen und Streitparteien in ihrer eigenverantwortlichen Konfliktbearbeitung zu unterstützen. 
Das Konzept des Masterstudiums „Gewaltprävention und Mediation“ geht von folgenden Grundannahmen aus:

  • Gewaltprävention basiert auf der Überzeugung, dass gegen Gewalt etwas getan werden kann. Es gibt Möglichkeiten, der Entstehung von Gewalt vorzubeugen  und bei Gewalthandlungen wirksam zu intervenieren.
  • Die Thematik der Gewaltprävention ist in vielen pädagogischen Situationen von großer Relevanz. Sowohl in der schulischen als auch außerschulischen (sozial-)pädagogischen Praxis ist eine hohe soziale Kompetenz im Umgang mit Konflikten, Unterschieden und Gewalt eine Schlüsselqualifikation für erfolgreiche Interventionen.
  • Um sich diese Schlüsselqualifikation aneignen zu können, ist eine Auseinandersetzung mit den Problemkreisen Selbst- und Fremdwahrnehmung, Emotionen, Aggression, Konfrontation, Kommunikation und Körperwahrnehmung sowie die Entwicklung entsprechender professioneller Handlungsmöglichkeiten eine notwendige Voraussetzung.
  • Mediation ist ein Verfahren zur Vermittlung in Konflikten, es setzt auf Gewaltfreiheit, Vernunft, professionellen Umgang mit Emotionen  und eigenverantwortliches Handeln der Streitparteien, die zur Moderation ihrer kommunikativen Prozesse einen neutralen Dritten (Mediator/-in, Mediatoren/-innenteam) beauftragen.
  • Beide Beratungs- und Interventionsansätze haben das Ziel, Menschen jeden Alters, in Gruppen, Teams oder  größeren sozialen Systemen zu einem kooperativen Streitverhalten anzuleiten.
  • Gewaltprävention und Mediation basieren auf der vertieften Wahrnehmung der eigenen Interessen und Bedürfnisse, der Schulung der kommunikativen Kompetenz und der methodischen Anleitung, in fair geführten kommunikativen Prozessen einen Ausgleich zwischen widerstrebenden Interessen herbeizuführen.
  • Sowohl Gewaltprävention als auch Mediation können in Bildungsorganisationen (Schule, Kindergarten, sozialpädagogische Einrichtungen), Gesundheitseinrichtungen, in psychosozialen Arbeitsfeldern sowie in Profit- und Non-Profit-Organisationen eingesetzt werden.
  • Mediation ist ein anerkanntes methodisches Verfahren zur einvernehmlichen Konfliktregelung und als Beratungsleistung z.B. in Ehescheidungsverfahren, zur Konfliktregelung bei Lehrverhältnissen oder im Täter-Opfer-Ausgleich etc. gesetzlich geregelt (ZivMediatG 2003, EU RL 2008).

Dieser Realität wurde in der Konzeption des Studienplans Rechnung getragen. Der gesamte Hochschullehrgang mit Masterabschluss erfordert von den Teilnehmer/-innen eine hohe Bereitschaft zur Selbsterfahrung sowie zur aktiven Auseinandersetzung mit den eigenen Prägungen und bevorzugten Wahrnehmungs- und Verhaltensmustern in Konfliktsituationen.

 

Aufnahmebedingungen:

  • Der Hochschullehrgang mit Masterabschluss richtet sich an Interessentinnen und Interessenten mit einem Mindestalter von 25 Jahren, die ein Bachelorstudium im Ausmaß von 180 ECTS-Credits oder ein anderes gleichwertiges, mindestens sechssemestriges Studium an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung abgeschlossen haben.
  • Wenn die Gleichwertigkeit grundsätzlich gegeben ist und nur einzelne Ergänzungen fehlen, ist das zuständige Organ berechtigt, die Feststellung der Gleichwertigkeit mit der Auflage von Prüfungen zu verbinden, die vor Beginn des Masterstudienlehrgangs zu absolvieren sind.

Wenn Sie Fragen  haben, dann kontaktieren Sie bitte die Mitarbeiterinnen des Zentrums (weiterbildung@ph-linz.at).

 

Anrechnungen:

  • Es können max. 12 ECTS (1 bis 2 Module) von Studienangeboten des öffentlich-rechtlichen Bereiches für das Studienangebot im Bereich der eigenen Rechtspersönlichkeit angerechnet werden.
  • Darüber hinaus stellen Anrechnungen einen individuellen Verwaltungsakt dar und sind im Einzelfall nach Prüfung durch die jeweilige Pädagogische Hochschule durchzuführen. Der/die betreffende Studierende hat bei Gleichwertigkeit der entsprechenden bereits absolvierten Bildungsangebote mit den Inhalten des im Rahmen der Teilrechtsfähigkeit geführten Lehrganges, Hochschullehrganges etc. einen Rechtsanspruch auf Anrechnung.

Eignungsfeststellung Teil A
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

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