Die Zukunft der Arktis

Fortbildungsveranstaltung

Von 9. – 16.7.2018 fand eine eher ungewöhnliche Fortbildungsveranstaltung des Instituts für Fort- und Weiterbildung mit dem Titel „Die Zukunft der Arktis“ statt: unter Leitung von Mag. Andreas Kranzlmüller verbrachten 22 Lehrer/innen, ein großer Teil davon mit dem Fach Geografie, eine Woche auf Spitzbergen. Am Programm standen Vorträge im Universitätszentrum Longyearbyen, der Besuch eines arktischen Permakultur-Projekts sowie eines ehemaligen Kohlebergwerks. Die Kohleförderung war im 20.Jahrhundert verantwortlich die wirtschaftlich Entwicklung der Inseln, in den letzten 20 Jahren prägen viele Forschungsaktivitäten und zunehmend der Tourismus das Gebiet.
Diese touristischen Angebote wurden auch von unserer Seminargruppe in Anspruch genommen: gemeinsam unternahmen wir geführte Tagestouren in die russische Bergbausiedlung Barentsburg, in die russische Geisterstadt Pyramiden sowie zu zwei ins Meer kalbenden Gletschern, wobei wir auch einen Eindruck der arktischen Tierwelt erhielten. Besonders spektakulär war dabei die Sichtung eines Eisbären sowie das üppige Vogelleben. Einige Erkundungen erfolgten in Kleingruppen, dabei kamen einige Seminarteilnehmer auch in die abgelegene Forschungssiedlung Ny Alesund auf 79° nördlicher Breite oder zu einer Walross-Kolonie, andere unternahmen Bergtouren auf de Gipfel rund um Longyearbyen. Wegen der großen Eisbärgefahr ist das nur in Begleitung eines bewaffneten Guides möglich.
Die große strategische Bedeutung der Inselgruppe wurde uns mehrfach zur Kenntnis gebracht, vor allem aber die dramatischen Klimaveränderungen in und um Spitzbergen, keine Region der Welt ist so stark von der globalen Erwärmung betroffen. Das Seminarthema „Zukunft der Arktis“ blieb letztlich völlig offen, die strategischen Überlegungen sowie der Klimawandel dämpfen den Optimismus, was die künftige Entwicklung der Region betrifft.