Europa im Umbruch? Mehr Europa – oder weniger?

Veranstaltung mit em. Univ. Prof. Dr. Anton Pelinka am 28. 3.

Mit einem großen Hintergrundwissen stellte Prof. Pelinka die Geschichte und Entwicklung Europas sowie der EU dar. Im 2. Referat skizzierte er die möglichen Optionen für die Zukunft. Nach Pelinka nähert sich die Erweiterung der EU einem logischen Ende. Viel Spannungspotenzial liegt jedoch in der Frage der Vertiefung. Zwischen neu erstarkten nationalistischen Tendenzen und dem Wunsch nach mehr Integration, z. B. in der Verteidigungs-, Migrations- und Steuerpolitik zeigen sich starke ökonomische, historische und geografische Interessensgegensätze.
Trotz aller Probleme und ungelöster Fragen war Prof. Pelinkas Resumee ein sehr optimistisches, was die Bedeutung und Entwicklung der EU betrifft. Er betonte u. a., dass es inzwischen undenkbar sei, dass europäische Länder gegeneinander Kriege führen, wie dies noch bis vor 75 Jahren regelmäßig der Fall war. Und er legte dar, dass die einzelnen Mitgliedsländer, nicht nur Österreich, in vielerlei Hinsicht von der EU profitieren.