Fingerverwendung im mathematischen Erstunterricht

Posterpräsentation von Christina Konrad im Rahmen der ÖGFD-Tagung

 

Der Einfluss der Finger auf die numerische Entwicklung (Moeller & Nuerk 2012; Soylu, Lester & Newman 2018) und ihr gezielte Einsatz beim Aufbau numerischer Kompetenzen in Kindergarten und Schule (Rösch 2016; Konrad & Lindtner 2017) steht aktuell vermehrt im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen. Wie die Finger im mathematischen Erstunterricht eingesetzt werden, ist ausschlaggebend dafür, was damit gelernt werden kann. Dabei kann zum einen eine körperorientierte und eine zahlenstrahlorientierte und zum anderen eine zählende und nicht-zählende Fingerverwendung unterschieden werden. Es gibt Hinweise darauf, dass insbesondere eine zahlenstrahlorientierte, nicht-zählende Fingerverwendung von Vorteil ist (Björklund, Kullberg & Kempe 2018, Rösch 2016).
Interessant ist nun, inwiefern diese didaktischen Überlegungen zur Fingerverwendung in der Praxis Berücksichtigung finden. Um der Antwort auf diese Frage einen Schritt näher zu kommen, werden aktuelle Schulbücher (laut Schulbuchaktion 2018/19) der ersten Schulstufe im Zuge einer qualitativen Inhaltsanalyse untersucht. 

Literatur:
Björklund, C., Kullberg, A., & Kempe, U. R. (2018). Structuring versus counting: critical ways of using fingers in subtraction. ZDM, 0(0), 0. http://doi.org/10.1007/s11858-018-0962-0
Konrad, C., & Lindtner, M. (2017). Fingerrechnen ≠ Fingerrechnen. Pädagogische Horizonte, 1, 11.
Moeller, K., & Nuerk, H.-C. (2012). Zählen und Rechnen mit den Fingern: Lernen und Lernstörungen, 1(1), 33–53. Abgerufen von http://dx.doi.org/10.1024/2235-0977/a000004
Rösch, S. (2016). Förderung früher numerischer Kompetenz im Vorschulalter unter Berücksichtigung des Einflusses der Finger. Tübingen.
Soylu, F., Lester, F., & Newman, S. (2018). You can count on your fingers: The role of fingers in early mathematical development. Journal of Numerical Cognition, (February). http://doi.org/10.5964/jnc.v4i1.85