Projekt „Lernen.Engagement.Verantwortung.“

Service Learning verbindet pädagogische Ausbildung und soziales Engagement

Über 30 Institutionen und NGOs aus ganz Oberösterreich, die sich um Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen kümmern, stellten am 26. November 2018 an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz ihre Arbeit und ihre Institutionen vor und luden Studierende dazu ein, sich freiwillig zu engagieren. Das vielseitige Programm bot eine Reihe von Diskussionen und Vorträgen, darunter eine Keynote von Österreichs First Lady Doris Schmidauer. Eröffnet wurde es durch "Impressionen" von Autor und Poetry Slammer Omar Khir Alanam. Das Buffet stammte diesmal von „über den Tellerrand“ und bot internationale Speisen von Asylwerbern.
Im Rahmen der Ausbildung nimmt die Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (PHDL) das Konzept des Service Learnings durch das Projekt Lernen. Engagement. Verantwortung. (L.E.V.) in die Ausbildung auf. Service Learning ist ein pädagogisches Konzept, das gesellschaftliches Engagement von Studierenden mit Fachwissen verbindet. Das heißt: Studierende setzen sich für das Gemeinwohl ein und wenden ihr erworbenes Wissen und persönliche Kompetenzen in den einzelnen Sozialeinrichtungen an. Diese Erfahrungen werden in den Seminaren theoriegeleitet analysiert und reflektiert.
Bereits im Wintersemester 2014/15 startete ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen LandesFreiwilligenzentrum (ULF). Studierende des fünften Semesters engagierten sich 75 Einheiten lang in unterschiedlichen Einrichtungen wie dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, dem Projekt Amigo von SOS Menschenrechte, aber auch Kinderhorten oder Sprachcafés für Menschen mit Migrationshintergrund. Begleitet wurden die Studierenden dabei von Professorinnen und Professoren der PHDL. Leiterin des Projektteams ist Mag. Elisabeth Hueber-Mascherbauer.
Service Learning trägt laut Mag. Hueber-Mascherbauer zu einer weiteren Professionalisierung des Lehrberufs bei: „Die Lehrer sollen im Rahmen der Ausbildung fachliche wie methodische Kompetenzen erwerben. Darüber hinaus können Hochschulen nun konkrete Erfahrungen in einem inklusiven Setting vermitteln.“ Die Studierenden, die diese Kombination aus fachlichem Wissen und Sozialarbeit in ihrer Ausbildung erleben, spielen in Zukunft eine besondere Rolle in unserer Gesellschaft. Sie werden laut Hueber-Mascherbauer zu „gesellschaftlichen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die zu einem gelungenen gesellschaftlichen Zusammenleben maßgeblich beitragen“.