English Teachers Day an PHDL
BildungLinz – 17. März 2026
Mit dem heutigen St. Patrick’s Day als Datum hätte die Premiere kaum passender gewählt sein können: Beim ersten "English Teachers Day" in OÖ rückte die fachliche Perspektive zum Englischunterricht vor 150 Anwesenden an der PHDL ins Zentrum – und mit dem Fortbildungsformat neue Ideen sowie wissenschaftliche Impulse für das praxisnahe Weiterdenken des Fachs in einer sich sehr schnell wandelnden Bildungslandschaft.
Highlights der Ehrengäste und Statements
Unter den Gästen waren u.a. neben den Vizerektorinnen der PHDL und PHOÖ als gemeinsame Veranstalter aus dem Cluster Mitte auch der oö. Landtagsabgeordnete Michael Weber, Bildungsdirektor Alfred Klampfer sowie Marie-Luise Pitzl-Hagin von der JKU Linz. Christine Mitterweissacher (IL Fortbildung, PHDL) moderierte dabei gemeinsam mit Elisabeth Erling (PHOÖ) und Gudrun Keplinger (PHDL) ebenso charmant wie gewinnend durch die Agenda.
LAbg. Michael Weber bedankte sich direkt bei den Englischlehrer:innen für "dedication, patience and passion, that you all bring into your classrooms.” Schließlich sei Bildung die Grundlage für eine blühende Zukunft. Bildungsdirektor Klampfer betonte die Offenheit für Innovationen und sah sich “gerne dabei, wenn etwas Neues passiert in Oberösterreich.” Denn: "Englisch ist Alltag geworden.” Gerade bei der Zentralmatura habe man in Englisch wieder ein sehr hohes Niveau in Oberösterreich erreicht.
Als nicht selbstverständlich fand es Pitzl-Hagin (JKU), dass man in der Lehrerinnen-Fortbildung zwischen Hochschulen und Universitäten so kooperiert und ergänzte ein berührendes Statement aus persönlicher Perspektive: „And the reason why I have the job that I have today als Professorin für Sprachlehr- und -lernforschung Englisch is because I had someone in school who was passionate about what they were doing and how they taught it and we were communicating and we were chatting about various things and she provided the basis and the spark that made me decide to study English."
Tagesprogramm, Workshops und Inhalte
Das Tagesprogramm gestaltete sich vielfältig: Von didaktischen Grundsatzfragen bis hin zu konkreten Methoden für den Unterrichtsalltag war der Anspruch des Fortbildungstags von Beginn an klar formuliert: konzentriert, offen und mit hoher fachlicher Qualität dem Englischunterricht in seiner ganzen Breite zu begegnen. Mit einer Konstante: einer Atmosphäre, die bei aller fachlichen Dichte auch Leichtigkeit und viel Humor zuließ.
Es gab Workshops zu Heterogenität, interkultureller kommunikativer Kompetenz im Kontext von Englisch als Lingua Franca sowie zum reflektierten Einsatz von Medien – von Songs, Fandom bis zu Graphic Novels – oder zu multimodalem Storytelling sowie zur Nutzung von KI.
Manche Sessions waren sehr intensiv und fordernd. Andere öffneten spielerische Zugänge. Wieder andere richteten den Blick auf die Lehrenden selbst – etwa beim Thema "Teacher Wellbeing". Denn, so eine der zentralen Botschaften des Tages: Wer unterrichtet, braucht selbst Ressourcen.
Wissenschaft trifft Unterrichtspraxis
Auffallend war die konsequente Verbindung von wissenschaftlicher Fundierung und unterrichtspraktischer Umsetzbarkeit – genau jene Brücke, die das Professionalisierungskontinuum der neuen Professur an der PHDL von der Theorie bis in die tägliche Fortbildungspraxis schlägt.
Referent:innen aus (Hoch-)Schulen arbeiteten nämlich gemeinsam mit den Teilnehmenden an konkreten Fragestellungen, erprobten Methoden und diskutierten deren Einsatz im eigenen Unterrichtskontext. Gerade dieser dialogische Zugang wurde von vielen Englischlehrer:innen als besonderer Mehrwert wahrgenommen.
Begleitet wurde das Programm neben musikalischen Einlagen von einer Buchmesse in der Eingangshalle, die aktuelle Lehrwerke und Materialien präsentierte und weitere Anknüpfungspunkte für die eigene Unterrichtsgestaltung bot.
Mit dem English Teachers Day ist ein Format gelungen, das den Bedarf nach vernetzter und forschungsbasierter Fortbildung sichtbar macht. Die große Resonanz deutet darauf hin, dass das vielleicht erst der Anfang ist.
