PHDL und KU starten Forschungsprojekt
WissenschaftLinz – 5. März 2026
Eröffnungs- und Schlussgottesdienste, vorweihnachtliche Messen, spirituelle Mittagsimpulse oder meditative Lieder aus Taizé schaffen an der PHDL regelmäßig Räume für Gemeinschaft, Reflexion und Besinnung. Sowohl bei Studierenden als auch bei Lehrenden und Angestellten.
Auch diese Praxis macht die PHDL zum Partner eines neuen Forschungsprojekts mit der Katholischen Privat-Universität Linz (KU Linz).
Gottesdienstkultur neu vermessen
Unter der Leitung von Dr. Florian Wegscheider (Institutsleiter Wissenschaftstransfer, PHDL), Dr. Alfred Weinberger (PHDL) und Dr. Ewald Volgger (KU Linz) wird untersucht: Wie werden Gottesdienste heute erlebt? Und: welche Bedeutung haben sie für die Menschen?
Feiernde im Fokus
“Gottesdienste sind das pulsierende Herz kirchlicher Glaubenspraxis”, betont Wegscheider. “Sie prägen nicht nur das Leben in den Pfarren, sondern stehen mitten in gesellschaftlichen, kulturellen und pastoralen Veränderungen.” Das neue Projekt soll diese Dynamik aufgreifen und bewusst die Perspektive der Feiernden in den Mittelpunkt rücken: Was ist den Menschen im Gottesdienst wichtig? Wie erleben sie Teilnahme und Mitfeier? Welche Erwartungen bringen sie mit – und welche Wünsche haben sie für die Zukunft?
Empirie als möglicher Kompass
Basis der Studie ist eine breit angelegte empirische Befragung, die unterschiedliche Dimensionen der gestalterischen Qualität beleuchtet – von der Bewertung der (Nicht-)Teilnahme über konkrete Erfahrungen bis hin zu Anregungen und Visionen.
Die Ergebnisse sollen nicht nur wissenschaftliche Impulse liefern, sondern vor allem der kirchlichen Praxis dienen: Sie schaffen eine fundierte Grundlage für zukünftige pastorale Entwicklungen und die Weiterentwicklung gottesdienstlicher Formate – auch und gerade an Orten wie der PHDL, wo Glaube, Bildung und Begegnung tagtäglich zusammenkommen.
Mitmachen & Mitgestalten
Die Umfrage steht – unabhängig von der Kirchenpraxis – allen (mit Wohnsitz in OÖ) offen: regelmäßigen Gottesdienstbesucher:innen ebenso wie gelegentlich Teilnehmenden, Menschen mit Distanz zur Kirche oder solchen, die (noch) keinen persönlichen Bezug dazu haben und sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Bedeutung Gottesdienste heute haben.“
Die PHDL freut sich über jede Stimme – und ist gespannt auf die Erkenntnisse.
