Sonderführung im Parlament
BildungWien, 22. Mai 2026
Theorie ist gut. Erleben ist besser. Das Kollegium der Bildungswissenschaften (BW) der PHDL nutzte den vergangenen Montag für einen ganz besonderen Lokalaugenschein: einen Besuch im österreichischen Parlament in Wien.
Demokratie hautnah
Eingeladen zu einer exklusiven Sonderführung, blickten die Lehrenden hinter die Kulissen des politischen Geschehens. Abgeordneter Johann Höfinger führte die Gruppe persönlich durch das historische Haus und ermöglichte authentische Einblicke in die parlamentarische Praxis. Initiiert und organisiert wurde der Ausflug vom BW-Leitungsteam rund um Ursula Dopplinger und Susanne Oyrer, die betonten:
“Gerade deshalb sehen wir es als wichtige Aufgabe in der Lehre der Bildungswissenschaften, Studierenden und angehenden Lehrer:innen die Fähigkeit zu vermitteln, demokratische Prozesse kritisch zu verstehen, Medien- und Informationsdynamiken reflektiert einzuordnen sowie junge Menschen zu einer verantwortungsvollen Teilhabe an gesellschaftlichen Diskursen und demokratischen Prozessen zu befähigen. Ziel ist es, Menschen im pädagogischen Professionalisierungskontinuum werteorientiert, wissenschaftlich fundiert und praxisbezogen zu begleiten sowie Bildung als emanzipatorischen, dialogischen und ganzheitlichen Prozess zu fördern.”
Neben dem fachlichen Input während der Sonderführung stand vor allem der kollegiale Austausch im Vordergrund, um parlamentarische Prozesse, politische Kommunikation und demokratische Entscheidungsfindung aus nächster Nähe kennenzulernen.
Gelebte politische Bildung in Zeiten von KI
“Gerade in einer Zeit, in der Meinungen sich in wenigen Minuten verbreiten, soziale Netzwerke gesellschaftliche Dynamiken massiv beschleunigen und Künstliche Intelligenz Kommunikation zunehmend mitprägt, halte ich es für besonders wichtig, demokratische Prozesse nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern für Menschen verstehbar und erfahrbar zu machen”, weiß Barbara Zuliani (Institutsleiterin Medienbildung).
“Demokratie lebt von Reflexion, vom Dialog und von der Fähigkeit, mit Komplexität konstruktiv umzugehen. Genau diese Haltung möchten wir unseren Studierenden und angehenden Lehrer:innen in ihrer Ausbildung mitgeben – damit sie junge Menschen dabei begleiten können, Demokratie verantwortungsvoll mitzugestalten und ihre Werte an die nächste Generation weiterzugeben”, erklärte Zuliani zum Parlamentsbesuch.
Mit frischen Impulsen für die Lehre im Gepäck kehrte das BW-Team nach Linz zurück. Ihr Ziel bleibt im Sinne der PHDL-Vision auf Schiene: Bildung als ganzheitlichen Prozess zu fördern und Pädagog:innen von morgen dazu zu befähigen, unsere Gesellschaft verantwortungsvoll, friedlich und nachhaltig mitzugestalten.
