Fachtagung mit Oxford-Forscherin
WissenschaftLinz – 13. April 2026
Wenn salafistische Radikalisierung den Schulalltag erreicht, steht vieles am Spiel: Es kann Eltern verunsichern, Lehrende fachlich herausfordern und den Zusammenhalt in Schulen bedrohen.
Die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (PHDL) möchte vor diesem Hintergrund mit einer international hochkarätig besetzten Fachtagung am Donnerstag, 23. April 2026, ihren Anspruch an eine wissenschaftlich fundierte Extremismusprävention im Bildungsbereich unterstreichen. Neben führenden Expert:innen wurde am Linzer Salesianumweg auch eine Professorin der Universität Oxford eingeladen.
Schlüssel zur Prävention
„Gerade Bildungseinrichtungen spielen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, junge Menschen zu einer reflektiert-kritischen Haltung gegenüber extremistischen Ideologien zu befähigen“, betont die Veranstalterin Dr. Katharina Fischer vom Zentrum für Diversität und Inklusive Bildung der PHDL.
Auch Organisator Amin Elfeshawi (PHDL) – Mitautor der viel zitierten Studie "Moscheeunterricht in Oberösterreich" (Stichwort: "Koranschulen") – unterstreicht die Relevanz der Tagung: "Wir sehen, dass religiöse Bildung und gesellschaftliche Integration eng miteinander verknüpft sind. Umso wichtiger ist es, differenzierte Perspektiven einzunehmen und Präventionsarbeit wissenschaftlich fundiert weiterzuentwickeln."
Von TikTok bis ins Klassenzimmer
Im Zentrum der Tagung stehen Fragen nach der Verbreitung salafistischer Ideologien, deren Erkennungs- und Erscheinungsformen – insbesondere auch in digitalen Medien wie TikTok und YouTube – sowie konkrete Möglichkeiten der Prävention im schulischen Kontext. Eine der brennenden Fragen: Wie fördern wir eine kritische Haltung gegenüber Salafismus bei (muslimischen) Kindern und Jugendlichen?
Oxford-Expertise an PHDL
Die Breite an Perspektiven der Fachtagung zeigt auch die Teilnahme von Frau Masooda Bano von der Oxford Universität, die zurzeit ein prestigeträchtiges Projekt zu europäischen Kontexten leitet, dabei explizit auch Österreich untersucht, mit dem Fokus, warum salafistische Bewegungen attraktiv sind und wie sich auch institutionell verändern.
In ihrem Online-Vortrag, der in Echtzeit auf Deutsch übersetzt wird, wird die Professorin für Entwicklungsforschung dem PHDL-Publikum “aktuelle Trends und Analysen zum Wandel des nationalen und globalen Salafismus” präsentieren – von ihrer ursprünglichen Verbindung mit dem Dschihadismus bis hin zu modernen Erscheinungs- und Ausdrucksformen.
Neben weiteren internationalen Fachvorträgen – etwa zu Video-Salafismus, forensischer Linguistik oder religiöser Sozialisation – bietet die Tagung auch Raum für Diskussion und Vernetzung zu praxisnahen Ansätzen für Schulen und Hochschulen.
Offen für alle Interessierten
Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich und richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen, Studierende, Forschende sowie alle Interessierten, die sich mit Fragen von Extremismusprävention und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinandersetzen möchten.
Programm & Anmeldung
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