Impressionen aus dem Impressionismus

Studium

Künstlerische Begegnung von Studierenden

Im Fluss von Licht und Klang – Studierende lassen den Französischen Impressionismus lebendig werden. Foto: PHDL

Linz – 12. Juni 2026

Studierende der Fachbereiche Musik sowie Kunst & Gestaltung für die Sekundarstufe präsentierten am 10. und 11. Juni 2026 in der AULA der PHDL ein facettenreiches Programm zur „Begegnung mit dem Französischen Impressionismus“. 

In der Abendvorstellung (und der Schüler:innenvorstellung am Folgetag) tauchten sie mit den insgesamt 300 Anwesenden in die Welt von Licht, Farbe, Atmosphäre und Klang ein. Regie führte Judit Szabo (PHDL/Musik) gemeinsam mit ihrer Kollegin Doris Kirschner (PHDL/Kunst & Gestaltung). 

Bemerkenswert: Ihren Erasmus-Aufenthalt schloss Studentin Zsófia Borbély (Nitra Universität) zwar bereits letztes Jahr am Linzer Salesianumweg erfolgreich ab. Aus Verbundenheit zur PHDL reiste sie dennoch extra für dieses Musik-und-Kunst-Schmankerl aus der Slowakei an und überzeugte beim Stück von "Claude Debussy: Arabesque Nr. 1".

Bilder, Höhepunkte und Zitate

„Lasst uns gemeinsam eintauchen in eine Welt, in der die Stimmung über den Vordergrund siegt, in den Lichtreflexen und in der Poesie des Inneren.“

„Während Frauen im 19. Jahrhundert mit erheblichen gesellschaftlichen Barrieren und Vorurteilen zu kämpfen hatten, gelang es Künstlerinnen wie Berthe Morisot, Mary Cassatt und Marie Bracquemond, die impressionistische Kunst maßgeblich mitzugestalten.“

„Auch in der impressionistischen Musik spielt der richtige Augenblick und das Hörbarmachen von Licht eine wichtige Rolle. Der Klang gebrochener Akkorde und Klavierarpeggien wiegt wie akustische Lichtreflexe.“

„Hohe helle Töne wirken klar und gläsern, wie funkelndes, kaltes Licht. Schnelle Passagen wirken wie kurze Lichtblitze. Ruhige Musik klingt warm, weich und ehrlich – wie ein sanfter Lichtschein, der Ruhe vermittelt.“

Beeindruckend war u.a. die Parallele zwischen Claude Debussys atmosphärischer Musik und Claude Monets Kathedralen-Serie:
„Nicht das Gebäude selbst steht im Mittelpunkt, sondern die Wirkung von Licht und Atmosphäre.“

Den Abschluss bildete das berühmte Zitat von Vincent van Gogh (1888):
„Mehr und mehr scheint es mir, dass die Bilder, welche die heutige Malerei gültig vertreten sollen, die Kraft eines Einzelnen überfordern. Sie müssen deshalb wahrscheinlich von Gruppen geschaffen werden, die sich zur Ausführung einer gemeinsamen Idee zusammenschließen.“
 
Genau das haben unsere Studierenden bewiesen: die unterschiedlichsten Facetten des Französischen Impressionismus zum Leuchten gebracht – van Gogh wäre wohl stolz gewesen.